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Kunststoff- oder Holzschneidebrett: Was wissen wir über Mikroplastik?

Du schneidest darauf Gemüse, bereitest das Mittagessen vor und legst Brot bereit. Dein Schneidebrett benutzt du fast täglich. Aber hast du schon einmal über das Material nachgedacht, auf dem du schneidest?
Vielleicht hast du gehört, dass Kunststoff-Schneidebretter Mikroplastik abgeben können. Was wissen wir darüber? Und was bedeutet das, wenn du lieber auf Holz schneidest? Wir erklären es, damit du eine Entscheidung treffen kannst, die zu deiner Küche passt.
Was ist Mikroplastik?
Mikroplastik sind kleine Kunststoffpartikel, üblicherweise kleiner als fünf Millimeter. Sie können unter anderem entstehen, wenn größere Kunststoffteile abgenutzt werden oder zerfallen. Viele dieser Partikel sind mit bloßem Auge kaum sichtbar. Quelle: FDA.
Bei Schneidebrettern geht es vor allem um Abrieb: Beim Schneiden berührt dein Messer immer wieder die Oberfläche.
Können Kunststoff-Schneidebretter Mikroplastik abgeben?
Ja. Eine Studie aus dem Jahr 2023 untersuchte Schneidebretter aus Polyethylen und Polypropylen, zwei Kunststoffarten. Beim Schneiden wurden kleine Kunststoffpartikel freigesetzt.
Wie viele Partikel freigesetzt wurden, hing unter anderem vom Material, der Schneidetechnik und der aufgewendeten Kraft ab. Die Ergebnisse zeigen, dass Kunststoff-Schneidebretter eine mögliche Mikroplastikquelle bei der Lebensmittelzubereitung sind. Sie sagen nicht genau aus, wie viel du zu Hause aufnimmst. Quelle: American Chemical Society.
Was bedeutet das für deine Gesundheit?
Die Freisetzung von Partikeln ist für sich genommen kein Beweis dafür, dass die Nutzung eines Kunststoff-Schneidebretts Gesundheitsschäden verursacht.
Nach Angaben der US-Lebensmittelbehörde FDA belegen die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht, dass die in Lebensmitteln nachgewiesenen Mikroplastikmengen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Gleichzeitig bestehen wichtige Wissenslücken und weiterer Forschungsbedarf. Das ist also auch keine Garantie, dass jede Exposition unbedenklich ist. Quelle: FDA.
Möchtest du bei der Lebensmittelzubereitung weniger Kunststoff verwenden? Dann ist dein Schneidebrett ein praktischer Ansatzpunkt.
Warum ein Holzschneidebrett wählen?
Mit einem Holzschneidebrett entscheidest du dich für eine Schneidefläche aus Holz als Alternative zu Kunststoff. Auch Optik und täglicher Gebrauch können Gründe für einen Wechsel sein: ein Brett, das angenehm auf deiner Arbeitsplatte liegt und das du gerne zum Zubereiten und Präsentieren von Speisen verwendest.
Holz ist allerdings nicht frei von Abrieb. In derselben Studie wurden auch von Holzschneidebrettern kleine Partikel freigesetzt. Holzpartikel sind kein Mikroplastik, aber die Studie rechtfertigt keine Zusage, dass Holz überhaupt keine Partikel abgibt. Quelle: American Chemical Society.
Betrachte deshalb das gesamte Brett: Material, Konstruktion, Oberflächenbehandlung und Pflege. Das Wort „Holz“ allein sagt nicht alles über ein Produkt aus.
Akazie oder Bambus: Was passt zu dir?
Bei Namture findest du Schneidebretter aus Akazienholz und Bambus. Deine Wahl hängt auch von deinem Geschmack und der Nutzung des Bretts ab.
Akazie hat eine warme Ausstrahlung mit deutlichen Unterschieden in Farbe und Maserung. Sie passt zu Küchen, in denen natürliche Materialien sichtbar sein dürfen.
Bambus wirkt heller und ruhiger. Botanisch gesehen ist Bambus ein Gras und wird für Schneidebretter zu einem zusammengesetzten Material verarbeitet.
Achte neben der Optik besonders auf die Größe. Hast du genug Platz zum Gemüseschneiden, ohne dass alles neben dem Brett landet? Passt es auf deine Arbeitsplatte? Und kannst du es nach der Reinigung gut trocknen lassen?
Eine Materialentscheidung wird erst praktisch, wenn das Brett auch zu deinem Alltag passt.
Gründliche Reinigung bleibt wichtig
Welches Schneidebrett du auch verwendest: Das Material ersetzt keine gute Küchenhygiene.
Wasche dein Brett nach Gebrauch mit warmem Wasser und Spülmittel, spüle es ab und trockne es sorgfältig. Ersetze ein stark abgenutztes Brett oder eines mit tiefen Rillen, die sich nicht mehr gut reinigen lassen. Dieser Rat gilt auch für Kunststoffbretter. Quelle: USDA.
Beachte außerdem die Pflegehinweise für dein konkretes Brett. Lies dazu unsere Anleitung zur Pflege eines Holzschneidebretts.
Häufige Fragen
Muss ich mein Kunststoff-Schneidebrett sofort wegwerfen?
Allein aus der besprochenen Studie lässt sich das nicht zwingend ableiten. Beurteile vor allem den Zustand deines Bretts und ob du es noch gründlich reinigen kannst. Möchtest du künftig auf einem anderen Material schneiden, kannst du beim Ersatz bewusst Holz wählen.
Ist ein Holzschneidebrett garantiert mikroplastikfrei?
Eine solche pauschale Garantie lässt sich nicht allein aus dem Material ableiten. Auch Klebstoffe, mögliche Beschichtungen und andere Bestandteile eines zusammengesetzten Produkts verdienen Aufmerksamkeit. Deshalb geben wir kein allgemeines Versprechen von „null Mikroplastik“.
Ist Holz nachweislich gesünder als Kunststoff?
Die besprochene Studie belegt das nicht. Du kannst dich für eine Holzschneidefläche entscheiden, ohne damit eine Gesundheitsbehauptung zu verbinden.
Ein Brett für den Alltag auswählen
Du musst nicht deine gesamte Küche verändern, um Materialien bewusster zu betrachten. Beginne mit dem, was du oft benutzt, und wähle ein Brett passend zu deinen Kochgewohnheiten, deinem Platz und der Pflege, die du übernehmen möchtest.
Möchtest du von einer Kunststoff-Schneidefläche zu Akazie oder Bambus wechseln? Entdecke unsere Schneidebretter und finde die Größe, die zu deiner Küche passt.
